(Mythos) Tour de France & Fête du vélo

In Ausstellungen in Verbindung mit der bevorstehenden Tour de France und dem Grand Départ in Düsseldorf wurde kürzlich die Foto-Ausstellung »Mythos Tour de France«.

im NRW Kunstforum am Ehrenhof eröffnet. Sie zeigt Fotos aus den Anfangszeiten der Tour, Trikots, Ruhm und Ehre und die Schattenseiten, zu sehen sind auch jüngere Arbeiten, beispielsweise von Andreas Gursky in Verbindung mit einer Installation. Wer möchte, kann sich vor den zerschrammten Beinen der Radler fotografieren oder hinter Holzwänden in Jahrmarktmanier selbst als Fahrer.

Witzig ist die Idee mit den gelben Bodenbemalungen in den »Kurven« der Ausstellung, die an den von Fans bemalten Straßen der Idole erinnern mit den Namen der Fotografen. Es gibt viele Bilder von Fotografen und immerhin einer Fotografin, Nicola Mesken, die seit 12 Jahren Fans am Streckenrand dokumentiert. Es sind bekannte Landschaften, imposante Motive der Bergmassive (Col du Tourmalet, Mont Ventoux) und rasanten Auf- und Abfahrten, enge Serpentinen in den Bergen, ein Dokumentar-Kurzfilm von Louis Malle, Portraits von Radfahrern, erschöpfte Radler nach der Tagesetappe, das Kraftwerk-Plattencover (die Gruppe tritt am 29.6. auch auf, als Vorgruppe spielt das Pariser Duo »Air«), Trikots aus verschiedenen Zeiten, Begleiter wie Pasanten am Straßenrand und sogar der Tour-»Teufel« beim Zeitungslesen im Campingbus usw.. In einem Raum auch eine Installation zum Thema Radeln und Milch (mir hat sie sich auf die Schnelle nicht erschlossen, wenngleich ich die holländische Kampagne »Melk, de witte motor« mit den sportlichen Kühen kenne). Aber Kunst muß man ja auch nicht immer verstehen. ;-)

Gut gefallen hat mir das Lentikularbild (nach zwei Fotos von Robert Capa), das Passanten mit Blick nach rechts und links zeigt, beim Vorbeigehen zeigt sich der Effekt des »Schnell-Vorbeihuschens«. Ich finde, eine gute Methode den Effekt zu zeigen, den es hat, wenn das Peloton an einem irre schnell (zumindest auf gerade Strecke) vorbeizieht.

Tour de France: Eigene Erinnerungen

Ich erinnere mich gern an einen Moment, als ich in Südfrankreich an einer Landstraße in den Cevennen das beobachten konnte. Eine recht entspannte Anreise (da um die »Ecke«), wenig los, aber so, dass man merkte, die Leute aus den benachbarten Ortschaften machen es sich nett mit Picknick, Schirmchen, und wir hatten entspannt viel Platz und gute Sicht auf eine Straße, die von einem Hügel aus herab zu uns führte.

Dann etwas eine halbe Stunde kurzer Trubel mit Werbekolonne (seitdem habe ich einen hübschen gelebn TdF-Sonnenschirm ;-), dann kam länger erst mal nichts und dann sirrten die Räder an einem vorbei mit Seitenwind und Jubel, und zack, das war’s auch schon. Und ich hatte noch Glück: Damals war Jens Vogt als einer der Einzelradler vorn mit einem Vorsprung einer halben Stunde, und später rauschte das Peloton vorbei. Den Rest der Etappenankunft (damals Nimes) konnte man dann sogar noch im Ferienhaus in Ruhe auf dem TV anschauen… Ich bin mir sicher, so hat jeder

Noch einmal dieser Hinweis:

Heute am letzten Tag des Stadtradelns von Düsseldorf: Fête du vélo

in Düsseldorf, das Fahrradfest gefeiert auf der Unteren Rheinwerft bis Mannesmannufer und Apolloplatz.

Dort ist dann ein Aktionspark mit Fahrradshows, Demowettbewerben, Workshops und Kinderangeboten. Weitere Austeller-, Bühnen- und Testflächen, ein Boulevard der Radkultur mit mobilen Akteuren und Gastronomie auf der Promenade und eine internationale Ausgabe des Bicycle Music Festivals ergänzen das umfangreiche Programm des Düsseldorfer Fahrradfestes 2017. Die Teams des Stadtradelns könenn sich übrigens beim Stand des Umweltamts zum Stadtradeln einfinden!

Mehr auf dieser Seite.

Letztes Jahr gab es einige dolle Aktiviäten, eine Art Fahrradschiffschaukel, bei der Radler Überschläge mit eigener Muskelkraft machen konnten, eine Fahrradwaschmaschine, ein Konzert, das nur durch Fahrradantrieb mit Energie versorgt wurde, jede Menge schicke und ungewöhnliche Räder (es wird in jedem Fall viel zu entdecken geben!).

Allen weiterhin hinaus über das Stadtradeln bonne route! und viel Spaß mit dem Tourstart und der Tour de France.

Ich weiß schon, ich werde wieder bei Strecken in Südfrankreich, die ich kenne und sehr mag mit dem Finger auf der Michellin-Karte »mitfahren«. So klasse digitales auch sein mag, manchmal ist das Analoge doch einfach gut! Und bei allem Hin- und Her, was Doping und Betrügereien angeht, nach wie vor finde ich es klasse, daß diese Sportart so durch ein das Land geht und zu den Menschen kommt! Und diesmal sogar in die Stadt, in der ich lebe. Ich bin neugierig gespannt! :-)

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