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Tag des Waldes!

Heute am 21. März ist traditionell der Tag des Waldes

Bereits in den 1970er Jahren wurde er durch die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) initiiert. Grund dafür war die steigende globale Waldvernichtung, auf die durch diesen Aktionstag aufmerksam gemacht werden sollte. 2013 wurde er erstmals auch von der Generalversammlung der UNO proklamiert.

Weitere Informationen unter http://www.tag-des-waldes.de/ und auf der Webseite des Umweltbundesamts.

Internationale Siegel, die für nachhaltige Waldbewirtschaftung durch unabhängige Zertifizierungssysteme im Bereich der Holz und Holzprodukte stehen sind beispielsweise

Das Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes (PEFC) (deutsch: Zertifizierungssystem für nachhaltige Waldbewirtschaftung PEFC) www.pefc.org und der Forest Stewardship Council (FSC) www.fsc-deutschland.de. Zertifiziert werden u.a. Forstbetriebe und Produktketten sowie Einzelprodukte.

Im Bereich der Holzhandelsverordnungen gibt es seit Anfang März neue Bestimmungen für den EU-Import von Holz und Holzprodukten, durch den FLEGT (Forest Law Enforcement, Governance and Trade) Aktionsplan. Die EU hat mit ihm einen breiten Maßnahmenkatalog beschlossen, um das riesige globale Problem des illegalen Holzeinschlags wirkungsvoll zu bekämpfen. Informationen dazu auf der FSC Deutschland-Seite

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Heute ist der »Tag des Baumes«

…und dazu gibt es ein Jubiläum, denn der Aktionstag wird seit 60 Jahren in Deutschland begangen – in Zusammenarbeit mit Städten, Forstämtern und Kommunen:
Heute (und in dieser Woche) finden zahlreiche Aktionen statt.

Ein guter Tag

  • fürs Bäumepflanzen
  • zum Hegen der Baumscheibe, dem »Mini-Firmengarten« (meiner blüht  in Blau) oder  – was selbstverständlich sein sollte –
  • genauer Herkunft prüfen bei Papier, Holz usw. bei Gebrauchsgütern.

Was ich nach wie vor suche, ist übrigens eine Landkarte für Deutschland und Europa, auf der Gebiete mit nachhaltiger Forstwirtschaft, deren Holz für die Produktion von Papier (insbesondere Grafischer Papiere) verwendet wird. In dem Sinne einer regionalen oder zumindest nationalen Produktion, denn ich weiß, daß auch zum Thema FSC und PEFC zu diesen Themen argumentiert wird (auch wenn mir bekannt ist, daß FSC die Kriterien strenger ansetzt und in manchen Fällen Vermeidung oder Recyling sinnvolere Lösungen sein können). Das würde mich echt mal interessieren. Falls wer hier dazu eine Idee hat, wo man konkrete Infos herbekommen kann, freue mich über Feedback!

Ich habe am Sonntag in Verbindung mit diesem Aktionstag eine baumkundliche Führung in einer historischen Gartenanlage mitgemacht, organisiert durch das Gartenamt und weiß nun, aus welchem Holz der alte Rechenschieber vom Opa stammt (der Elsbeere, dem »Baum des Jahres 2011«) und dazu zu anderen Bäumen und der Anlage selbst erfahren – bis hin zu einer speziellen Buche, der Thomas Mann eine Beschreibung in einer späten Novelle widmete – da ich im Sommer im Rahmen einer Kunst- und Kulturaktion einen Ort in einem Buchen-Mischwald bespielen werde fand ich diese Metaebenen auch interessant…

Ich kann solche Führungen empfehlen, die können echt Spaß machen (und plötzliche Hagelschauer gehören nun mal mit zum April ;-)

Öko-Weihnachtsbäume

Auf der Webseite von Robin Wood gibt es eine PDF-Liste mit Adressen, die Weihnachtsbäume aus ökologischer Waldwirtschaft oder aus anerkannt ökologischen Weihnachtsbaumkulturen in Deutschland anbieten. Verbraucher erkennen sie am Zertifikat der Organisation zur Förderung verantwortungsvoller Waldwirtschaft, Forest Stewardship Council (FSC) sie sind aber auch Bio-Landwirten erhältlich (Bio, Demeter, Naturland oder Bioland können die Siegel auch heißen). Etwa 260 Betriebe in Deutschland sind für diese Öko-Weihnachtsbäume zertifiziert.

Eigentlich logisch, daß Bäume, die nicht aus einer reinen Monokultur stammen, sondern bei der Durchforstung in heimischen Wäldern anfallen ökologisch sinnvoller sind. Um Platz für weiter wachsende Bäume zu schaffen müssen Bäume in jungen Waldbeständen wenigstens alle zehn Jahre weichen. Der Marktanteil der ungespritzten, ökologisch gezogene Weihnachtsbäume, die ebenfalls aus Kulturen stammen liegt bisher bei etwa einem Prozent. Sie sind etwas teurer, aber auch auch besser fürs Raumklima (wegen des Verzichts auf Spritzmittel).

Von Bäumen mit Ballen ist abzuraten, da beim Entnehmen dem Boden Ackerkrume entzogen wird (was bei einer Hanglage logischerweise sogar die Erosion fördert) und Bäume, die eine Zeit in einem warmen geheizten Raum standen in der Regel schlecht wieder anwachsen. Regional geschlagene Bäume bleiben in der Regel länger frisch und wenn der Baum im Raum steht sollte er ausreichend mit Wasser versorgt werden.

Alternativen: Zweige statt Baum (sieht auch als Flügelform in einer Türzarge schick aus) oder andere, bereits existierende Bäume schmücken, z.B. den Buxbaum oder eine Palme (passt vielleicht auch besser zu Betlehem als Nordmanntanne, Blaufichte oder Edeltanne). Von Kunststoffbäumen ist abzuraten, die nicht umweltfreundlich hergestellt werden und ebenso schlecht recycelt werden können.

Kerstbomenbosje in Vernlo im Q4
In Venlo läuft seit einem Jahr eine interessante Aktion: Im Kreativviertel Q4  wurden im letzten Jahr in einer gemeinsamen Aktion Weihnachtsbäume mit Namen versehen auf eine Brache mitten in der Stadt gepflanzt (an Bolwaterstraat und Lichtenberg): Zu diesem Weihnachten werden die Bäume aus dem Kerstbomenbosje (deutsch Weihnachtsbaumwäldchen) wieder in die Häuser geholt und wahrscheinlich (am 8. Januar 2012?) wieder zurückgepflanzt. An dem Platz ist übrigens auch ein Schild für die Besucher, die sich über die kleine Kultur auf der Brache wundern und jeder Baum hat den Namen des Besitzers. Die Bäumchen machten im Sommer einen halbwegs fitten Zustand, einige waren eingetrocknet, aber andere schienen gute Chancen auf ihre »tweede Kerstmis« zu haben. Nebenan befindet sich übrigens auch das Büro des Cradle-to-Cradle Kollektivs Koekoek.