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Natürlich Jeck beim Karneval

Natürlich Jeck mit ernstem Anliegen:
Mit Blumensamen und Tierkostümen mehr Umwelt nach Düsseldorf bringen

Einsatz für die Umwelt und Feiern mit Düsseldorfer Frohsinn – das lässt sich überzeugend verbinden. Die Fußgruppe „Natürlich Jeck“ möchte dies auf dem Düsseldorfer Rosenmontagsumzug mit ausgefallenen Kostümen und einem großen Pappmaschee-Baum humorvoll beweisen.

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11.11.11 – Jeck auf Oeko? FSC-Pappnasenalarm und anderes

11.11.2011 – ein besonderes Datum!

Wir haben das Internationale Jahr der Wälder, heute ist zwar nicht FSC-Friday, aber Freitag ;-) und am 11.11.2011 starten viele um 11 Uhr 11 in den Karneval. In Köln befasst sich das Motto der aktuellen Session mit der Pappnas. Wo sind sie, die Pappnasen aus FSC-Papier oder die mit dem Blauen Engel aus Recyclingpapier?

Meine 4R2s (= reduce, reuse, recycle, regional, seasonal, sustainable) im Karneval:

reduce = z.B. weniger Kamelle, dafür aber leckere und qualitativ bessere,
beispielsweise Faire Kamelle, die gibt es beispielsweise bei www.rfz-rheinland.de und www.gepa.de.

reuse = statt immer neu kaufen (und oft mit viel Billigware):
das schicke Karnevalskostüm früherer Jahre von einem geschickten Schneider oder Schneiderin umarbeiten lassen (falls sich das Feinkostgewölbe weiter ausgebildet haben sollte oder die Diät durchschlagenden Erfolg verbucht hat ;-), im Secondhand, auf dem Trödel etwas Schräges kaufen und anpassen lassen, zum Kostümverleih gehen. Oder als Vorschlag für die nächste Session: Bei einem Theater am Tag der Offenen Tür oder Theaterfest (oft zum Spielzeitende/ -beginn) ein tolles Theaterkostüm ersteigern…

recycle = siehe reuse,
alternativ Kostümbau aus Gegenständen im Haushalt: Backformen für Space-Verkleidung, Kunstblumen, Umverpackungen, CDs, Helferlein wie z.B. Gurkenheber oder Schuhlöffel, Duschvorhang, Einwickelpapier… geht alles mit etwas Phantasie…

regional = statt zum Karneval in Venedig oder Rio zu jetten mit dem ÖPNV in die nächste Karnevalsstadt. Das spart CO2-Emission, Stress bei der Parkplatzsuche und schont unter Umständen Geldbeutel (und Führerschein). Und es gibt bereits viele Anbieter schöner Werbe- und Dekorationsartikel – made in Europa und Deutschland!

seasonal = statt zum Karneval nach Venedig / Rio zu jetten: Zumindest in den deutschen Karnevalshochburgen ist ab jetzt Saison! Die Vorbereitung dafür laufen über das gesamte Jahr. Wer dem entfliehen möchte muß nicht zwingend ans Ende der Welt, es gibt tolle Orte jenseits des Karnevals (z.B. in der Eiffel, vom Rheinland aus gesehen ;-). Die Erntezeiten listen beispielsweise Saisonkalender.

sustainable = Es gibt bereits Karnevals-Vereine, die umweltfreundliche Aspekte erfolgreich umsetzen, beispielsweise Jecke Fairsuchung e.V. Aber auch jeder einzelne kann dazu beitrage:
Durch das Organisieren von Fahrgemeinschaften zu Veranstaltungen. Oder Ideen bei der nächsten Versammlung für das gemeinsame Feiern, z.B. mit genauer Planung des Caterings (Menge,  saisonale & regionale Produkte, Bio- und Fairsiegel), mit fairen und  Bio-Produkten, wie Kaffee, Sekt, Orangensaft. Eine große Flasche Hochprozentiges aus der Region statt der Batterie an Minifläschchen. Bis zum Ende: Fürs Kater- und/oder Aschermittwochessen Fisch, der so gefangen wurde, daß sich die Bestände erholen können (vom Fischhändler Ihres Vertrauens, der Fangmethoden und Herkunft seiner Ware nennt oder mit MSC-Siegel. Eine Orientierung gibt beispielsweise der Fischratgeber von Greenpeace).

Die Sammelbestellung mit T-Shirts, Mützen o.ä.: Es gibt Anbieter von Textilien aus Biobaumwolle, die nicht nur eine besserer Qualität haben, also länger halten, sondern auch weniger schnell allergische Raeaktionen auslösen. Ebenso gibt es feine Business-Hemden aus Biobaumwolle, made in Germany und sogar festliche Abendkleider. Orientierung geben Siegel wie GOTS, IVN, TransFair und Lieferanten wie z.B. memo.

Allein umweltfreundliche Printproduktion (zum Beispiel Plakate, Banner, Poster, Einladungskarten) bietet eine Vielfalt an Möglichkeiten… In dem Fall wenden Sie sich an Designer, die sich mit dem Themenfeld befassen (und Kontakte zu Produzenten, Druckereien und Papierherstellern haben). Beispielsweise gibt es die Charta für nachhaltiges Design der AGD (Allianz deutscher Designer). Die Charta-Unterzeichner haben sich verpflichtet, nach Aspekten der Nachhaltigkeit zu gestalten.

Ich arbeite nach umweltfreundlichen Designgrundsätzen und berate Sie gern, kontaktieren Sie mich einfach!